St. Kilian ex Sherry Oloroso Single Cask – Ultra Heavily Peated 2017/2024 – St. Kilian Ultra Heavily Peated 2017/2024 Single Cask Review
St. Kilian ex Sherry Oloroso Single Cask – Ultra Heavily Peated 2017/2024

St. Kilian ex Sherry Oloroso Single Cask – Ultra Heavily Peated 2017/2024

Was die Brennerei mit diesem Ultra Heavily Peated Single Cask aus einem ex Sherry Oloroso Fass abliefert, ist ein Statement: Deutschland kann auch Extrem-Whisky! Nach 6 Jahren Reifung (2017-2024) in einem großvolumigen amerikanischen Eichenfass, das zuvor Oloroso Sherry beherbergte, ist hier ein Monster entstanden. Bevor wir loslegen, ein ernstgemeinter Hinweis: Dieser Whisky ist nichts für Einsteiger! Mit 135 ppm (Parts per Million) Phenolgehalt und 58,90% Vol. ist das ein Whisky, der selbst erfahrene Peat-Liebhaber ins Schwitzen bringt. Zum Vergleich: Ein Ardbeg Corryvreckan hat etwa 50 ppm, ein Lagavulin 16 Jahre rund 35 ppm. Wir reden hier also über das Dreifache eines ohnehin schon rauchigen Whiskys!

  • Single Malt
  • Deutschland
  • 6 Jahre
  • 58.9% Vol.
  • St. Kilian
  • 199,80 €/l

Verkostung

Nase

Überraschenderweise ist die Nase fast verhalten – wie ein schlafender Drache. Der erste Eindruck ist speckig und wärmend, gefolgt von intensiven Kakao- und Zartbitter-Noten. Ein Hauch von Waldbeere schmuggelt sich dezent hinein, aber Vorsicht: Das ist die Ruhe vor dem Sturm!

Gaumen

Und dann explodiert alles! Volumen non stop – dieser Whisky kennt keine Pausen. Mokka trifft auf malzige Süße, während schwarzer Pfeffer die Geschmacksnerven attackiert. Die ölige Textur umhüllt den Gaumen wie Lava, und das verbrannte Aroma erinnert daran, dass hier wirklich 135 ppm Phenole am Werk sind. Das ist kein Whisky zum nebenbei trinken – das ist ein Ereignis!

Abgang

Der Abgang ist erdig und dreckig – im allerbesten Sinne! Verkohltes Holz dominiert, begleitet von einer leichten Süße und einer guten Portion Eiche. Das Sherry-Fass meldet sich hier subtil zurück und sorgt für etwas Ausgleich zu der rauchigen Intensität.

Gedanken

Marcel

Marcel 80/100

Dieser St. Kilian Ultra Heavily Peated ist nichts für sanfte Gemüter, aber genau das macht seinen Reiz aus – ein rauchiges Monster mit einem Hauch von Sherry, das ordentlich Spaß macht und Charakter zeigt. Wer auf intensive Aromen steht und keine Angst vor Feuer hat, sollte hier unbedingt zugreifen.

Sascha

Sascha 84/100

Mit einer beeindruckenden Phenolkonzentration und einer gut austarierten Balance zwischen Rauch und subtilen Sherry-Noten demonstriert dieser Single Cask eine klare Struktur und Tiefe. Trotz der extremen Intensität wirkt der Whisky kontrolliert, wobei das Sherryfass als moderierender Faktor fungiert und das Gesamtbild abrundet.

Preis-Leistung: Teuer

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Häufig gestellte Fragen

Wie beeinflusst die Reifung im ex Sherry Oloroso Fass den Geschmack dieses stark getorften Whiskys?

Das ex Sherry Oloroso Fass verleiht dem Whisky subtile süßliche und fruchtige Noten, die den intensiven Rauch und die Phenole ausgleichen. So entstehen Aromen von Kakao, Zartbitterschokolade und eine dezente Waldbeerennote, die dem ansonsten sehr rauchigen Profil mehr Komplexität und Tiefe geben.

Was bedeutet der hohe Phenolgehalt von 135 ppm für das Trinkerlebnis?

Ein Phenolgehalt von 135 ppm ist extrem hoch und sorgt für eine intensive Rauchnote, die weit über den meisten Whiskys liegt. Das macht das Trinkerlebnis sehr kraftvoll und herausfordernd, mit starken Aromen von verbranntem Holz, Speck und schwarzem Pfeffer. Dieser Whisky ist daher nicht für Einsteiger geeignet und verlangt nach einem erfahrenen Gaumen.

Wie sollte man diesen Ultra Heavily Peated Whisky am besten genießen?

Aufgrund seiner hohen Alkoholstärke (58,9 % Vol.) und der intensiven Rauchigkeit empfiehlt es sich, den Whisky langsam und pur zu trinken, eventuell mit ein paar Tropfen Wasser, um die Aromen zu öffnen. Er eignet sich als meditativer Genussmoment, bei dem man sich Zeit nimmt, die komplexen Geschmacksnuancen zu entdecken.